Wir sind alle übersäuert?

Wir alle haben unterschiedliche PH-Werte im Körper. Das ist wichtig und gut so. Und doch ist es so, dass wir an manchen Stellen unseres Körpers Säuren als „Schlacken“ ansammeln, wenn wir dem Körper zu viel davon zur Verfügung stellen. Zum Beispiel soll der Magen mit der Magensäure sauer sein. In der Liste kannst du nachlesen, welcher PH-Wert in welchem Organ/Körperbereich im Optimalfall vorhanden ist.

Zum einen werden Säuren über die Verstoffwechselung von Nahrung gebildet. Zum anderen entstehen Säuren durch Stress. Bestimmte Stresshormone, wie das Adrenalin, fördern die Säurebildung im Körper. Desweiteren nehmen wir Säuren über die Nahrung auf.

Der Körper hat ganz wunderbare Mechanismen Säuren wieder loszuwerden. Dies geschieht über die ganz normalen Ausscheidungswege. Einen Großteil der Säuren atmen wir zum Beispiel ab. Wenn bei Stress oder in Angstsituationen unser Atem flach ist und wir nicht richtig atmen, behindern wir uns selbst genau in dieser Ausscheidungsoption. Über die Haut kann der Körper auch Säuren loswerden – über das Schwitzen. Wenn wir nun aber in unserem Leben einen Bewegungsmangel haben, werden wir diese Säuren über die Haut nicht mehr los. Der Körper fängt eventuell erst in den Wechseljahren damit an, vermehrt zu betonen, dass er gerne über die Haut Säuren ausscheiden möchte. Hierfür erzeugt er dann innere Hitze, um die Entsäuerung über das Schwitzen zu ermöglichen. Über die Nieren und über den Darm werden wir auch Säuren los! All das, was der Körper an Säuren in sich hat und nicht verarbeiten kann, ist nicht gesund und fördert die Entstehung von Krankheiten. Säuren wirken ätzend und müssen neutralisiert werden, damit sie keine Verletzungen bewirken. Unser Blut hat eine sehr geringe PH-Toleranzgrenze in beide Richtungen (sauer und basisch). Die Schulmedizin kennt nur zwei Diagnosen von extremen PH-Wert-Schwankungen. Das sind die Azidose (starke Übersäuerung) und die Alkalose (starke Untersäuerung).  Die Übersäuerung des Blutes haben wir in der Schulmedizin häufiger. Das sind solche Diagnosen, wo ein Herzinfarkt oder ein Hirnschlag eintritt. Solche Situationen sind häufig mit einer Übersäuerung verbunden. Dies sind Krankheitsbilder, die wir nicht meinen, wenn wir von einer Übersäuerung sprechen.

Die Frage für uns ist: Wo sammelt der Körper die anfallenden Säuren, die er nicht über die natürlichen Wege loswerden kann? Er hilft sich und schiebt die überschüssigen Säuren als erste Hilfe ins Bindegewebe. Dort stören sie nicht und schädigen keine Organe. Das Bindegewebe ist der erste Ort, an den der Körper die Säuren abschiebt. Um die Säuren schadlos im Bindegewebe lagern zu können müssen sie zuerst neutralisiert werden. Hierfür benötigt der Körper basische Mineralien. Wo nimmt der Körper diese basischen Mineralien her? Er bekommt sie, wenn er sie nicht über die Nahrung zur Verfügung gestellt bekommt, aus den körpereigenen Depots. Wenn diese Mineralstoff-Depots aus nicht überlebenswichtigen Bereichen des Körpers entzogen werden, bekommen wir auf Dauer einen massiven Nährstoffmangel in Knochen, Zähnen, Haarboden und Haut. Ein erstes Anzeichen für eine Entmineralisierung kann Karies sein. Knochenbrüche könnten eine weitere Folge sein (besonders, wenn schon Kinder oft Knochenbrüche haben).

Der Verlauf der Übersäuerung und die Ablagerungen der neutralisieren Säure als Schlacken gibt es in der Schulmedizin nicht. In der alternativen Naturheilkunde bezeichnet man das Abbinden der neutralisierten Säuren als „Schlacken“. Diese Schlacken zeigen sich im Bindegewebe als Cellulite und auch in Form von Ansammlung mit Fettgewebe.

Wenn wir anfangen, den Säure-Basen-Haushalt zu balancieren, ist das für unseren Körper ganz wunderbar, weil wir ihm auf der einen Seite alle täglich notwendigen Vitalstoffe zur Verfügung stellen und auf der anderen Seite – etwas intensiver – Altlasten wieder abbauen können. Auf diese Weise, werden alte Schlackenstoffe über die Säure-Basen-Balance wieder abgebaut.

Wenn du lernen möchtest, wie du deinen Säure-Basen-Haushalt wieder ins Gleichgewicht bringen kannst, lade ich dich ein, dir meinen Kurs: „Basenglück für den Körper“ anzusehen.